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ostliga.at:
Gratulation erstmals zum Aufstieg. Eure souveräne Frühjahrsleistung hat
viele aufhorchen lassen. Werden wir das erfolgreiche Landesliga-Team auch in der
Ostliga zu sehen bekommen, oder sind gröbere Änderungen zu erwarten?
Michael Gruber: Vielen Dank! Änderungen sind bei uns schon etliche zu
erwarten denn ein Knaller oder Bardel bleiben sicher nicht bei uns. Unsere Verstärkungen
werden wir alle aus dem eigenen Nachwuchs holen, von unserem BNZ-Team, das übrigens
am letzten Samstag Meister geworden ist. Die neu beschlossene Jugendregelung
wird bei uns also sicher nicht das Problem werden (lacht). Ich habe eher schon
Angst, ob wir überhaupt zwei Spieler über 23 in den Kader bringen. So wie es
aussieht wird der Alterschnitt bei uns unter 20 sein...
ostliga.at: Und wie sollen die es gegen die gestandenen
Ostligamannschaften, wo doch sehr viele Routiniers am Werk sind, schaffen?
Michael Gruber: Ja, da brauchen wir nicht nachdenken, denn anders ist es
ja eh gar nicht finanzierbar. Wir wollen es auf jeden Fall probieren. Der
85er-Jahrgang ist wirklich sehr, sehr gut und die Regionalliga ist nun Mal die
optimale Plattform für höhere Aufgaben. Da müssen die Burschen eben durch.
ostliga.at: Ihr seid nun bereits das zweite Amateurteam eines
Bundesliga-Vereins in der Ostliga. Es ist kein Geheimnis, dass die anderen
Vereine mit den Amateurteams keine große Freude haben. Unerschöpflicher Kader,
große Fluktuation, überraschend auftauchende Bundesligaprofis, unbeständige
Leistungen. Das ist es in wenigen Worten, was man den Amateurteams vorwirft. Wie
wird es denn bei euch damit aussehen?
Michael Gruber: Wir kommen nicht, um den anderen eine Freude zu machen,
sondern um gut Fußball zu spielen. Mit der Austria kann man uns aber in keinem
Fall vergleichen. Wir werden jedenfalls unseren fixen Amateurkader haben und mit
dem werden wir auch spielen. Diesen Kader gab es ja schon im Frühjahr. Und eins
ist klar: wir wollen sicher mit denen spielen, mit denen wir auch trainieren. Es
ist nicht auszuschließen, dass der eine oder andere Profi gelegentlich zum
Einsatz kommt, aber die Ausbildung von jungen Spielern für höhere Ligen steht
bei uns eindeutig im Vordergrund.
ostliga.at: Seit heuer dürfen die Amateurteams bis in die zweite
Leistungsklasse, also bis in Bundesliga Zwei aufsteigen. Ist das bei
Admira-Wacker-Mödling ein Thema?
Michael Gruber: Nein, das ist kein Thema, sicher nicht, das wäre schon
sehr vermessen... Es kann vielleicht im nächsten Jahr ein Thema sein, das wird
man dann sehen, aber heuer kann es für uns nur diese einzige Devise geben: Oben
bleiben.
ostliga.at: Die Bundesliga-Amateurteams stehen traditionellerweise
nicht gerade im Zentrum des Publikumsinteresses. Hat man sich dazu bei euch was
einfallen lassen? Ihr spielt ja sämtliche Heimspiele in Mödling, wo eigentlich
großes Zuschauerpotential brachliegt...
Michael Gruber: Ja, das Problem haben leider nicht nur die Amateure, das
haben wir bekanntlich auch bei der Bundesligamannschaft. Mehr Werbung wollen wir
auf jeden Fall machen, soviel steht schon fest. Wir haben uns vor der Auslosung
für die erste Runde auch eigens den WSK daheim gewünscht, damit wir gleich
einmal mit vielen Zuschauer anfangen. Wenn wir in dem Spiel gut abschneiden,
werden wir ja sehen, wie es weitergeht. Eigene Fanclubs gibt's bei den Amateuren
leider noch keine... Aber der Schöffix, unser legendärer Trommler, ist
wenigstens immer dabei, dem macht das Trommeln bei den Amateuren eine echte
Freude...
ostliga.at: Was ist das Ziel für die erste Ostligasaison? An welchen
Gegnern werdet ihr euch zu orientieren versuchen?
Michael Gruber: Ich muss gestehen, wir kennen die neue Liga noch nicht
wirklich. Das Ziel habe ich schon gesagt: Wir wollen oben bleiben und unsere
Spieler gut ausbilden. An wem wir uns orientieren können, das werden die ersten
Runden weisen. Nach ein paar Wochen sind wir dann sicher schon schlauer. Bis
dahin kann ich nur sagen: Jeder Gegner ist schwer und wird von uns entsprechend
ernst genommen werden.
ostliga.at: Vielen
Dank und alles Gute für die kommende Saison.
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