INTERVIEW MIT INGOMAR SZABO

Ingo, die meisten Fans können zwar wahrscheinlich Deinen Namen mit HEROLD Admira verbinden, wissen aber sonst vermutlich nur sehr wenig über Dich. Kannst Du uns daher ein bisschen was über Dich und über Deine Karriere erzählen?

Ich komme aus dem Burgenland und habe beim SV Oberwart mit dem Fussballspielen begonnen, bis ich dann vor 4 bzw. mit 14 Jahren zur Admira gewechselt bin.

Es war für mich eine riesige Herausforderung, weil ich gewusst habe, dass Admira den besten Nachwuchs in Österreich hat.

Ich war eigentlich auch stolz auf mich, dass ich für diesen Verein spielen durfte.

Es war sicher nicht leicht, mit 14 Jahren von Hause wegzugehen, aber mittlerweile weiss ich, dass das die richtige Entscheidung war und dass das Beste war, was mir passieren hat können weil die Admira-Nachwuchsarbeit einfach super ist.

Ich bereue es auf keinen Fall, dass ich zur Admira gekommen bin.

Hast Du ein Vorbild und wenn ja, wer ist das?

Ja, es gibt einige Vorbilder: Francesco Totti vom AS Roma oder auch David Beckham, der gerade von Manchester United zu Real Madrid gewechselt ist. Das sind auf jeden Fall meine 2 grössten Vorbilder.

In wenigen Tagen beginnt für Deine Mannschaftskollegen und für Dich die erste Saison in Regionalliga Ost. Welche Ziele hast Du mit Deiner Mannschaft und was möchtest Du persönlich in der angehenden Saison erreichen?

Das primäre Ziel für uns in der Regionalliga ist zuerst einmal auf jeden Fall der Klassenerhalt, weil das erste Jahr sicher sehr schwierig wird.

Wir haben eine junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 18-19 Jahren - es wird also sicher nicht leicht für uns.

Das wichtigste Ziel für uns Junge ist aber sicher, dass wir uns an die Kampfmannschaft herantasten - das heisst, dass wir in nächster Zeit dann den Sprung in die Kampfmannschaft schaffen.

Deswegen ist es wichtig, dass wir in der Regionalliga unseren Mann stellen und zeigen, dass wir für höhere Aufgaben bereit sind.

Euer erster Gegner in der RLO ist der Wiener Sportklub, der als Absteiger aus der Red Zac – Ersten Liga am Freitag zumindest am Papier haushoher Favorit ist. Wie geht Ihr mit diesem schweren Los um – werdet Ihr Respekt vor den Dornbachern haben oder werdet Ihr ebenfalls versuchen, gleich auf Sieg zu spielen?

Der Wiener Sportklub ist auf jeden Fall der Favorit gegen uns - und das auch wenn wir zu Hause spielen.

Es ist natürlich ein gewisser Respekt vorhanden - sie haben ja jetzt auch in der Ersten Division gespielt und sind sicher eine gute Mannschaft, die sicher auch in der Regionalliga vorne mitspielen wird.

Respekt ist also sicher da, aber auf keinen Fall Angst oder irgendwas - wir werden nicht defensiv spielen und werden  von Anfang an versuchen, auf einen Sieg zu spielen. Ein Sieg im ersten Spiel wäre natürlich etwas ganz besonderes, aber man muss halt das Spiel abwarten.

Ich glaube, dass wir auch mit einem Punkt zufrieden wären, aber wir werden uns auf keinen Fall verstecken.

Es wird sicher nicht leicht für den Sportklub bei uns in Mödling!

Was bedeutet es für Euch junge Spieler, in der 3. Österreichischen Spielklasse gegen Traditionsvereine wie der bereits genannte Wiener Sportklub, die Vienna oder auch St. Pölten zu spielen?

In der dritthöchsten Spielklasse gibt es sicher einige Traditionsvereine wie der Wiener Sportklub, die Vienna, Schwechat - aber auch das Derby gegen St. Pölten ist natürlich ein ganz besonderes Spiel. Für uns ist es ein sehr wichtiges Jahr, weil wir uns behaupten müssen.

Viele oder eigentlich alle haben das Ziel, zumindest einmal in der Bundesliga (bei HEROLD Admira oder für irgendeinen anderen Verein) zu spielen. Irgendwann möchten wahrscheinlich alle auch ins Ausland wechseln, das ist sicher das Hauptziel.

Für uns ist ein riesen Ansporn und eine riesen Motivation, in dritthöchsten Spielklasse gegen solche Vereine zu spielen - obwohl es natürlich sicher nicht leicht wird!

In der festen Annahme, dass Du in nicht allzu langer Zeit den Sprung in die Kampfmannschaft schaffst: Hast Du eine ausländische Traumliga bzw. internationalen Traumverein, bei dem Du irgendwann im Laufe Deiner Karriere Dein Glück versuchen möchtest?

In der nächsten Zeit ist es natürlich mein Ziel, hier den Sprung in die Erste zu schaffen - ich hoffe, dass mir das auch gelingen wird.

Ausländische Traumliga? Italien, Spanien, England, auch Deutschland sind alles Traumligen.

Traumverein? Ob's realistisch ist oder nicht weiss ich nicht, aber mein Traumverein ist auf jeden Fall der AS Roma. Es wäre mein absoluter Traum, in Italien für den AS Roma zu spielen. Ob's realistisch ist oder nicht werden wir abwarten können, aber ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben und dann schauen wir was rauskommt.

Ich bin jedenfalls überzeugt, dass ich den Sprung in die Bundesliga schaffen kann. Es gehört natürlich allerdings auch einiges an Glück dazu, beispielsweise dass man keine Verletzung hat - aber wie gesagt, wir werden schauen was rauskommt.

Du spielst schon seit vielen Jahren bei HEROLD Admira – was macht die Nachwuchsarbeit in der Südstadt so besonders?

In den 4 Jahren, in denen ich bis jetzt hier bei der Admira gespielt habe, haben mich besonders alle Trainer, die hier für den Admira-Nachwuchs arbeiten, ob es wie bei uns zum Beispiel der Herr Thalhammer oder Co-Trainer Herr Gruber ist, oder zum Beispiel bei der U19 der Herr Graf - das sind lauter Trainer mit Bundesliga-Erfahrung (ein weiteres Beispiel hierfür ist der Herr Brauneder) - überzeugt.

Das sind auf jeden Fall erfahrene Trainer und es macht sich auf jeden Fall bezahlt, denn bei der Admira sind nicht umsonst die besten Nachwuchsmannschaften  in Österreich.

Es passt einfach alles rundherum - die Trainer, das Umfeld, die Trainingsplätze. Es ist alles super und natürlich sind die Spieler wie ich toppmotiviert - alles in allem macht das die tolle Nachwuchsarbeit in der Südstadt aus.

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