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Austria wankte, fiel aber nicht
Admiras Einsatz blieb unbelohnt
8:1 - als krassen Außenseiter sahen die Buchmacher die Admira-Fohlen.
Im Hinspiel konnten die Austria Amateure einen zwei Tore Rückstand erst
in letzter Minute in einen Sieg verwandeln - also sollten sie sich
gewarnt zeigen und nicht auf das Urteil der Wettbüros verlassen. Denn
dass die Südstädter stärker sind als allgemein angenommen, musste vor
gar nicht langer Zeit auch die "große" Austria zur Kenntnis nehmen.
Bei den Violetten
mussten einige Umstellungen vorgenommen werden: Madl und Metz wurden zu
Nationalteam-Einsätzen einberufen, für sie spielten Salvatore und Ulmer.
Weiters fand ein vielbeachteter Wechsel im Tor der Veilchen statt: Der
zuletzt in ausgezeichneter Form agierende Gerald Zechner wurde durch
Szabolcs Safar ersetzt, der durch Spiele bei den Amateuren Matchpraxis
für die UEFA-Cup Viertelfinalspiele gegen den FC Parma gewinnen soll.
Safar ist allerdings bereits 30 Jahre alt, in einem Amateure-Team dürfen
nur 4 Spieler im Einsatz sein, die nicht für die U23 spielberechtigt
wären - ergo musste einer daran glauben und auf die Tribüne. Es traf
Peter Letocha, dos Santos übernahm seine Rolle im Mittelfeld, während
der 17-jährige Rubin Okotie von Anfang an im Sturm wirbeln durfte.
Die
Veilchen aus Wien wollten den Europacup-Helden nacheifern und versuchten
immer wieder, mit Standardsituationen gefährlich vor das Tor der
Admiraner zu kommen. Speziell die Variante "Schnittball in die Mitte -
Verlängerung per Kopf" wurde immer und immer wieder versucht. In Minute
3 das erste Mal, der Kopfstoß von Dogan geht aber knapp am linken
Pfosten vorbei. Eine Viertelstunde später versuchte es Saurer auf
Mählich, dessen Schuss geht aber rechts am Tor vorbei. Als alles in
Ehrfurcht erstarrt, fahren die Niederösterreicher einen Konter, doch der
aufmerksame Pomper kann im eigenen Strafraum den Ball abblocken.
Die
Amateure von Admira ließen sich von den Austrianern nicht überlaufen,
blieben sehr konzentriert, passierte dennoch etwas, war Tormann Krenn
auf dem Posten, etwa bei einem Kopfball von Akaslan, nach schöner Flanke
von Okotie, oder bei einem scharfen Schuss von Dogan aus spitzem Winkel
ins kurze Eck. Als sich alles mit einem torlosen Unentschieden zur Pause
abfand, vertändelte dos Santos einen Ball im Mittelfeld, in höchster Not
konnte aber Salvatore den Schuss von Vishaj ins Seitenout abwehren.
Nach der
Pause wurden die Admira Amateure stärker, trauten sich nun auch in der
Offensive mehr zu. Wunderbaldinger zieht einmal ab - ein erster
Warnschuss. Die Austria antwortete mit einem Dogan-Lupfer auf Gansterer,
der Torhüter, aber auch Tor überhob. Wenig später war Krenn bei einem
Freistoß wieder auf dem Posten, faustete den Ball aus dem
Gefahrenbereich.
Im
sofortigen Gegenzug erhielt Vishaj vor dem 16-Meter-Raum der Austria den
Ball, mit seiner kurzen Drehung und dem ansatzlosen Schuss hatte aber
keiner der Verteidiger gerechnet - das Runde landete platziert im
Eckigen, Safar chancenlos, Freude grenzenlos, Vishaj hemdlos,
Schiedsrichter bedeckt ihn mit gelber Karte.
Die
Austrianer waren nun sichtlich geschockt, das Entsetzen steigerte sich
in der 74. Minute, als Wunderbaldinger links durchgeht und den Ball an
die Stange knallt - das hätte wohl den Violetten den letzten Nerv
gezogen. So kommen sie aber im Gegenzug zu einer Möglichkeit, Mesut
Dogan hält drauf und knallt "das Spielgerät" (copyright Premiere Sport)
ins Kreuzeck. Kein Vorwurf an den Schlussmann der Südstädter, der Ball
war einfach unhaltbar.
Nur zwei
Minuten später brachte der für Saurer eingewechselte Schragner wieder so
einen gefinkelten Freistoß in den Strafraum, dos Santos ist mit ein paar
Haarspitzen dran und schon hatte die Austria das Spiel gedreht - 2:1!
In der 89. Minute,
Admira versuchte inzwischen durch den Tausch Pavlek für Szabo für
frischen Wind zu sorgen, während die Austria mit Walzer für Dogan die
Defensive stärkte, dann einige aufregende Szenen: dos Santos verzögert
unsportlich, Tormann Krenn antwortet unsportlich mit einem Schubser und
der Brasilianer rollt von dannen. Für die schauspielerische Leistung
erhält er, wie Krenn, die gelbe Karte. Eine salomonische Entscheidung
des guten Schiedsrichters Schneider, den seine Assistenten allerdings
manchmal im Stich ließen.
Doch
zurück zum Sport: In der Schlussphase hätte Akaslan alles klar machen
können, sein scharfer Flachschuss wurde aber einmal mehr von Martin
Krenn abgewehrt. Admiras Amateure konnten aber nicht mehr zusetzen, so
blieb es beim 2:1 Sieg für die Austria Amateure.
Man of the Match:
Martin Krenn - der Torhüter der Admira Amateure hielt sein Team
bis zur letzten Minute im Spiel und sorgte auch für den emotionalen
Höhepunkt der Partie

© Christian Neumaier
Die technischen Daten:
FK Austria Magna Amateure: Safar - Gansterer, Pomper,
Salvatore, Ulmer - Okotie, Dogan (89. Walzer), Mählich, Saurer (62.
Schragner) - Akaslan, Dos Santos
Nordea Admira Amateure: Krenn - Leuchtmann, Gramann, Varga,
Marinkovic - Schöny, Mohl, Szabo (80. Pavlek), Wunderbaldinger - Hoffer,
Vishaj
Torfolge: 0-1 Vishaj (66.), 1-1 Dogan (77.), 2-1 Dos Santos
(79.)
Gelbe Karten: Dos Santos (89.) bzw. Schöny (62.), Leuchtmann
(80.), Krenn (89.)
SR Schneider, 250 Zuschauer
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