NORDEA ADMIRA AMATEURE - SKN ST. PÖLTEN 0-0

Torloses Remis im Stadion Mödling

Viele Chancen – null Tore

Am Sonntag stand das erste grosse "Niederösterreich-Derby" zwischen den Nordea Admira Amateuren und dem SKN St. Pölten in dieser Saison auf dem Programm. Es entwickelte sich vor allem in der ersten Halbzeit ein wirklich sehenswertes Spiel, in dem beide Mannschaften für etliche Highlights sorgen konnten – es fehlten letztendlich nur die Tore. Für den SKN St. Pölten ist das der erste Punkt im dritten RLO-Derby gegen die jungen Admiraner...

Amateure-Trainer Robert Hoffmann musste abermals seine Stammformation ändern. Für den verletzten Daniel Varga rückte der zuletzt im Mittelfeld spielende Patrick Wunderbaldinger in die Abwehr zurück, Christian Thonhofer kam im rechten Mittelfeld von Anfang an zum Einsatz und Martin Dorner stürmte von Beginn an – Nikica Pavlek, der in Kottingbrunn zur Stammformation gehört hatte, musste stattdessen zumindest vorerst auf der Bank Platz nehmen. St. Pölten-Trainer liess im Gegensatz zur 0-2 Heimniederlage gegen den SC/ESV Parndorf Lubomir Gajdos statt Gernot Krimberger von der ersten Minute an stürmen.

Doch nun zum Spielverlauf. Es dauerte gerade Mal zehn Minuten, ehe die Hausherren für die erste schöne Aktion in diesem Spiel sorgten: Dunst spult die linke Seite ab, passt dann auf Dorner, doch dieser schiesst auf’s Aussennetz (10.). Vier Minuten später kamen die Gäste aus der Landeshauptstadt zum ersten Mal richtig gefährlich in den gegnerischen Strafraum – Prenner spielte Aigner an, doch dieser stand letztendlich zu seitlich und der Ball streifte am Aussennetz ab (14.). Nach wenigen Augenblicken entwickelte sich Aigner zum Vorbereiter – er passte den Ball zu Knaller, doch dessen Schuss prellte auf Gramann ab (17.).

Ab der 25. Minute sorgten die Gastgeber innerhalb von gut zehn Minuten gleich drei Mal für Herzklopfen im gegnerischen Strafraum. Für den Anfang sorgte Thonhofer, der Dorner anspielte – doch er hatte Pech, denn St. Pölten-Tormann Vollnhofer kam vor Dorner zum Ball (25.). Rund sieben Minuten später fanden die Amateure in einer Aktion zwei tolle Möglichkeiten vor: Messinger spielt Dorner an, dieser kommt nicht richtig zum Ball, doch ein St. Pöltner wehrt das runde Leder noch ins Torout ab. Nach dem darauffolgenden Eckball köpfelte Dunst nur um wenige Millimeter an der rechten Aussenstange vorbei (32.). Nach weiteren vier Minuten kam Dorner zu einer Möglichkeit, doch er köpfelte nach einem Thonhofer-Freistoss direkt in die Hände vom gegnerischen Tormann Vollnhofer (36.).

In Minute 41 kamen die Gäste aus St. Pölten nach Längerem wieder zu einer topp Chance: Fallmann taucht alleine alleine vor dem Tor auf, doch sein Abschluss verfehlt das Tor knapp. Fast im Gegenzug hatten wiederum erneut die Hausherren Pech, denn ein Schuss von Dunst rollte nur knapp an der rechten Aussenstange vorbei (43.). Den Schlussstrich in der ersten Halbzeit setze in der ersten Minute der Nachspielzeit der SKN St. Pölten: Gajdos flankt auf Aigner, doch dieser findet in Admira-Tormann Kral – der den Schuss über die Latte drehen kann – seinen Meister (46.).

Aigner brauchte nach der Pause nicht einmal zwei Minuten, um – wenn auch via Standardsituation - zu einer Möglichkeit zu kommen, doch sein der Ball flog nach dem Freistoss des deutschen Spielmachers nur um wenige Millimeter am rechten Kreuzeck (47.). Acht Minuten später flog ein weiter Schuss des ausserhalb vom Sechszehner stehenden Thonhofer direkt in die Hände von St. Pölten-Keeper Vollnhofer (55.). In Minute 61 kam Aigner wiederum zu einer neuen Chance für den SKN St. Pölten, doch der Schuss des Deutschen wirkte zu schwach und Admira-Goalie Kral konnte sicher halten. Nach weiteren vier Minuten fanden die Gäste erneut eine Möglichkeit vor – der Abschluss von Knaller flog nach einem weiten Feurer-Pass nur knapp am Tor vorbei (65.). In Minute 68 fanden die Gastgeber via Standardsituation eine Chance vor – der Freistoss von Wunderbaldinger überflog allerdings nur um wenige Zentimeter über die Latte.

Ab diesem Zeitpunkt schalteten die jungen Admiraner einen Gang zurück und die Gäste aus der Landeshauptstadt sorgten innerhalb von gut zehn Minuten für ein paar Highlights. In Minute 73 war es Aigner, der nach einer Fallmann-Flanke zusehen musste, wie Gramann und Wunderbaldinger nacheinander den Ball aus dem Strafraum köpfelten. Fast noch im Rahmen der selben Aktion fand Gajdos bei einem wuchtigen Flachschuss in Admira-Tormann Kral seinen Meister (74.). Vier Minuten später war es dann Ruiss, der eine weitere Möglichkeit für seine Mannschaft vergab – er köpfelte nach einem Aigner-Eckball nur knapp über die Latte (78.). Nach weiteren sechs Minuten hatte dann Prenner Pech – der Ball rollte an der linken Aussenstange vorbei (84.).

Zwei Minuten später kamen die Hausherren mittels einer ex-FAC-Spieler Ko-Produktion zu ihrer letzten Möglichkeit in diesem Spiel – Leuchtmann köpfelte nach einem Pavlek-Freistoss daneben (86.). Fast im Gegenzug vergab St. Pöltens Aigner den – wie sich später herausstellen sollte –endgültigen Matchball, und das mit sehr viel Pech, denn der Ball rollte das Aussennetz berührend am Tor vorbei (87.).

Ja – und so endete dieses Spiel mit einem torlosen Remis. Schade, denn von den vorhandenen Möglichkeiten her, hätten beide Mannschaft je mindestens vier Tore erzielen müssen. Die Nordea Admira Amateure überholten nach dem Spiel am Sonntag den FC Waidhofen/Ybbs und weilen nun mit 18 Punkten auf Platz neun in der Tabelle; die Gäste, die den ersten Punkt in drei RLO-Derbies gegen die Amateure holen konnten, liegen nun mit neun Punkten Rückstand auf die FK Austria Amateure auf Platz sechs in der Tabelle.

Man of the Match:

Daniel Dunst - bot erneut eine starke Leistung und hatte vor allem bei zwei Möglichkeiten viel Pech

Die Aufstellungen

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