NORDEA ADMIRA AMATEURE - FC WAIDHOFEN 0-1

Admiras Erwin Hoffer fand etliche tolle Chancen vor, blieb aber erfolglos

Rudi Vogel schoss die Gäste zum Sieg

Unglaublich, aber wahr: Bereits in der ersten Viertelstunde hatten die Nordea Admira Amateure gleich vier tolle Möglichkeiten auf den Führungstreffer - drei davon vergab Erwin Hoffer, der in diesem Spiel bei mindestens sechs Chancen scheiterte. Es folgten rund 15 Minuten, in denen nennenswerte Situationen ausblieben - doch ab der 30. Minute entwickelte sich wieder ein sehenswertes Spiel, in dem beide Mannschaften zu guten Möglichkeiten kamen. Aber: Einzig und alleine der FC Harreither Waidhofen/Ybbs konnte zumindest eine Gelegenheit nützen, und zwar durch Rudi Vogel in Minute 80.

Bei den Nordea Admira Amateuren fehlten der kranke Marcus Pürk, die verletzten Rene Messinger, David Mohl und Patrick Wunderbaldinger sowie Daniel Gramann und Butrint Vishaj, die nach ihrem Einsatz bei der T-Mobile Trophy 2005 geschont wurden – dafür verstärkte Routinier Harald Suchard erstmals in dieser Saison die Amateure. Waidhofen-Trainer Radan Lukic konnte beim Spiel in Mödling aus dem Vollen schöpfen.

Die Gastgeber starteten mit vollster Pulle ins Spiel und kamen innerhalb der ersten 14 Minuten zu gleich vier tollen Möglichkeiten. Den Anfang machte in der dritten Minute Hoffer – er schloss von der linken Seite aus ab, doch der Ball prallte an der Aussenstange ab. In Minute 10 spielte sich Hoffer mit einem Solo wieder in den Vordergrund, doch er schoss das Leder direkt auf Waidhofen-Tormann Peham. Eine Minute später kamen die Amateure zu ihrer dritten Gelegenheit – Leuchtmann köpfelte, doch der Ball wurde abgewehrt und landete ins Torout. In der 14. Minute fand Hoffer seine bereits dritte Möglichkeit in diesem Spiel vor, doch er schoss nach einer schönen Einzelaktion das Leder an der linken Aussenstange vorbei.

Da sich in der folgenden guten Viertelstunde nichts wirklich Nennenswertes tat, drehen wir Rad der Zeit ganz rasch auf die 30. Minute vor – und gelangen direkt bei der ersten Chance der Gäste in diesem Spiel: Nach einem Eckball durch Weidinger gerät der Ball in den Strafraum, Schachner möchte das Leder aus dem Strafraum bringen, spielt dabei unfreiwillig Gerhard Berger-Steiner an und dieser schiesst den Ball knapp an der rechten Aussenstange vorbei. In Minute 35 kam Hoffer zu seiner vierten Möglichkeit, doch er schoss nach einer Leuchtmann-Flanke rechts daneben. Vier Minuten später versuchte es Waidhofens Vogel mit einem direkten Eckball, doch Admira-Tormann Kral konnte den Ball sicher halten (39.). Den Schlussstrich in der ersten Halbzeit setzte ebenfalls ein Spieler der Gäste – Gerhard Berger-Steiner köpfelte knapp über die Latte (45.).

Nicht einmal eine Minute nach dem Anpfiff zur zweiten Spielhälfte, kam Hoffer zu seiner fünften Möglichkeit in diesem Spiel – er kam zum Ball, lief so gut wie alleine auf das Tor  zu und schoss das Leder letztendlich knapp am Tor vorbei (46.). Drei Minuten später fand der FC Waidhofen/Ybbs eine tolle Chance vor: Vogel schiesst, Admira-Keeper Kral kann den Ball irgendwie abwehren, Vogel versucht wieder einen Abschluss, doch bei Kral gibt’s kein Durchkommen (49.). In der 58. Minute bekamen die 100 Zuschauer im Stadion Mödling eine äusserst kuriose Szene zu sehen – Waidhofens Leovac schoss seinen Mannschaftskollegen Fabio Pereira regelrecht um. In den Minute 65 und 66 kamen die Gäste zu zwei guten Gelegenheiten: Einer Möglichkeit für Vogel – er schoss nach einem weiten Deinhofer-Pass rechts am Tor vorbei (65.) – folgte eine Chance für den eingewechselten Deinhofer, doch dessen Schuss wurde abgewehrt und der Ball landete aufs rechte Aussennetz (66.). In der 69. Minute fanden die Gastgeber wieder einmal eine Chance vor – der Ball flog nach einem direkter Freistoss von Pavlek über die Mauer in die Hände von Waidhofen-Keeper Peham; Vier Minuten später hiess es für die Hausherren wieder „Endstation Peham“ – diesmal schoss Hoffer nach einem kurzen Solo direkt auf den Goalie der Gäste (73.).

Während Hoffer sechs Möglichkeiten nicht verwerten konnte, hatte Waidhofens Vogel bei seiner dritten herausgespielten Chance in diesem Spiel wesentlich mehr Glück und brachte seine Mannschaft zehn Minuten vor dem Schluss mit 1-0 in Führung – der Goalgetter kam zum Ball, überhob Admira-Goalie Kral und netzte somit zum Führungstreffer für den FC Waidhofen/Ybbs ein (80.). Drei Minuten später sah Waidhofens Brasilianer Pereira, nach Hoffer vermutlich der zweitgrösste Pechvogel (obwohl solche Aussagen natürlich relativiert gehören) in diesem Spiel, eine für wahrscheinlich alle Anwesende unverständliche gelbe Karte – in dieser Situation sorgte Schiedsrichter Alois Strasser II mit seiner dazugehörigen Aussage (der Referee im O-Ton: „Nummer 8, schau her wos i hob für Dii.“) für Schmunzeln. In Minute 86 fanden die Gäste eine Chance vor, doch Lessnigg schoss den Ball aufs Aussennetz – eine Minute später wurde Lessnigg durch Luegmayer ersetzt und Letzterer kam auch gleich zu einer Möglichkeit vor, doch Admira-Goalie Kral konnte den Ball halten (88.).

Dies tat aber den Gästen vermutlich nur sehr wenig weh, konnte man doch trotzdem mit einem 1-0 Auswärtssieg im Gepäck die Heimreise antreten. Bei den Hausherren war es nicht das erste Mal im Frühjahr, dass man trotz mehrerer Chancen mit null Punkten vom Platz musste. Bereits am Donnerstag trifft man auswärts auf das PSV Team für Wien – die Blaulichter konnten zwar bis dato im Frühjahr 14 Punkte einhamstern, aber vielleicht klappt es ja in Kaisermühlen mit den ersten Auswärtspunkten für die Amateure in der Frühjahrssaison...

Stimmen zum Spiel:

Robert Hoffmann (Nordea Admira Amateure): Trotz der guten Chancen stehen wir wieder ohne Punkte da. Wenn man kein Tor schiesst dann bekommt man irgendwann eines. Der Knackpunkt war, dass Hoffer keine seiner Chancen verwerten konnte. Ich mache ihm da keinen Vorwurf, aber sonst hätte es sicher anders ausgeschaut. Wir treffen einfach nicht. Dieses Problem ziehen wir schon die ganze Saison mit.

Radan Lukic (FC Harreither Waidhofen/Ybbs): Es gab kaum wichtige Kombinationen, zu viele Unterbrechungen, es wurde ungenau gespielt und die Technik war auch nicht optimal. Man muss schon zufrieden sein, wenn man mit 1-0 gewinnt, aber vom Spiel her glaub ich nicht. Beide Mannschaften haben Chancen gehabt, wir haben eine verwerten können und die Admira nicht – und wer keine Tore macht, verliert das Spiel.

Man of the Match:

Frank Pereira – war bei zwei kuriosen Situationen unfreiwillig "im Bild": Der Brasilianer wurde von Mannschaftskollege Marco Leovac regelrecht umgeschossen und sah in weiterer Folge aus unerfindlichen Gründen die gelbe Karte. Genial...

© MilANo

Die technischen Daten:

Nordea Admira Amateure: Kral - Leuchtmann, Kogler, Varga, Szabo - Schöny, Schachner (82. Delic), Suchard, Dunst (70. Marinkovic) - Hoffer, Pavlek

FC Waidhofen/Ybbs: Peham - Latour, Nestl, Pereira, Leovac - Weidinger (89. Bernkopf), Spiranac, Gerhard Berger-Steiner, Roce (53. Deinhofer) - Lessnigg (87. Luegmayer), Vogel

Torfolge: 0-1 Vogel (80.)

Gelbe Karten: Leuchtmann (81.) bzw. Weidinger (68.), Pereira (83.)

SR Strasser II, 100 Zuschauer

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