NORDEA ADMIRA AMATEURE - SV WÜRMLA 2-1

Starke zweite Halbzeit des SV Würmla

Erstes Heimspiel – erster Sieg im Frühjahr

Endlich, endlich klappte es nun auch im Stadion Mödling mit einem RLO-Meisterschaftsspiel. Im Nachtragsspiel aus der 16. Runde trafen die Amateure von Nordea Admira und der SV Würmla aufeinander. Beide Mannschaften holten aus ihren bisherigen Spielen im Frühjahr weniger Punkte, als sie sich verdient hätten – diesmal gingen die drei Punkte an die Hausherren, wobei ein Punkt für die Gäste aus dem Tullnerfeld unterm Strich alles andere als unverdient gewesen wäre. Jan Liptaj war mit einem Eigentor und dem Tor zum 2-1 sozusagen der „Torschütze des Spiels“, Butrint Vishaj erzielte den zweiten Treffer für die Amateure. Daniel Gramann sah in der 48. Minute die gelb-rote Karte...

Amateure-Trainer Robert Hoffmann änderte die Formation vom Spiel bei den FK Austria Magna Amateuren am vergangenen Freitag auf einigen Positionen: Statt Martin Krenn spielte Kapitän Gustav Kral zum ersten Mal im Frühjahr für die Amateure; auch in der Viererkette gab es Änderungen: Stefan Kogler nahm auf der rechten Seite den Platz von Christian Leuchtmann (rückte ins Mittelfeld vor) inne und David Mohl spielte an Stelle von Aleksandar Marinkovic (musste zumindest vorerst auf der Ersatzbank Platz nehmen) als linker Verteidiger; für Erwin Hoffer (spielte mit der AKA U19-Mannschaft gegen das BNZ LASK Linz und erzielte einen Treffer) kam Nikica Pavlek von der ersten Minute an zum Einsatz. Bernhard Schachner wurde eingewechselt und feierte damit nach einer Verletzungspause sein Comeback; Daniel Dunst und Rene Messinger fielen hingegen abermals verletzt aus. Auch Würmla-Trainer Christian Aflenzer musste nach der 0-1 Heimniederlage gegen den SKN St. Pölten einige Änderungen vornehmen: In der Viererkette fielen der gesperrte Johannes Studirach und der verletzte Peter Hammerschmidt aus – sie wurden jeweils durch Roland Benkö und Mario Hofecker ersetzt; im Mittelfeld musste man auf den ebenfalls gesperrten Alexander Vegh verzichten – dieser wurde von Roman Schallhaas ersetzt und es bildete sich ein 4-3-3 System. Oliver El Senosy fiel verletzt aus.

Doch nun zum Spielverlauf. Die Nordea Admira Amateure brauchten nicht einmal eine Viertelstunde, um mit 2-0 in Führung gehen. Wobei das 1-0 per Eigentor zustande kam: Einem Freistoss von Pavlek folgt ein unglaubliches Chaos im Würmla-Strafraum, die Spieler schiessen sich gegenseitig an, Würmla-Tormann Wieninger kann kurz abwehren, doch Verteidiger Liptaj netzt letztendlich ins eigene Tor zur 1-0 Führung des Gegners ein (9.). Vier Minuten später der nächste Streich der Amateure: Kogler spielt mit einer Flanke Vishaj an und dieser erhöht mit einem weiten plus präzisen – der Ball fliegt nur knapp unter der Latte ins Tor – die Führung seiner Mannschaft auf 2-0 (13.). In Minute 22 dann das nächste Highlight: Nach einer schönen Kombination mit Mohl, schliesst Wunderbaldinger mit einem abgerissenen Stanglpass ab – Liptaj kann aber klären.

Das Fazit der ersten halben Stunde: Die Gastgeber waren klar besser und waren damit auch verdient mit 2-0 in Führung, aber die Gäste aus dem Tullnerfeld kämpften tapfer und bewiesen wieder einmal, dass man sich über die Winterpause gebessert hatte. Beide Mannschaften fanden oft den Weg in Richtung gegnerischen Strafraum, scheiterten aber oft auch an Eigenfehlern und an der Abseitsfalle.

Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe die Gäste zu ihrer ersten guten Möglichkeit in diesem Spiel kamen, doch Admira-Keeper Kral konnte nach einem Kopfball von Wieland den Ball über die Latte drehen. Es folgte logischerweise ein Eckball, Hirzi kam so zum Ball und köpfelte, doch Mohl konnte klären. Fast im Gegensatz spielte sich der Torschütze zum 2-0, Vishaj, mit einem Solo nochmals in den Vordergrund, doch Würmla-Tormann Wieninger und ein Verteidiger konnten nach dem Abschluss des jungen Stürmers die Situation retten (37.).

In der ersten Minute der Nachspielszeit hatte Pavlek nach einem präzisen Eckball Pech, denn der Ball prallte irgendwie auf dem im Tor stehenden Würmla-Goalie Wieninger ab (46.). Den Schlussstrich  in der ersten Halbzeit setzte der SV Würmla: Eckball von Hirzi, Admira-Tormann Kral kann abwehren, Trkulja kommt zum Ball, doch Kral kann letztendlich abermals halten (47.).

Würmla-Trainer Christian Aflenzer brachte nach der Pause Gerald Humpelstetter für Kristijan Stanic ins Spiel – und erlebte eine positive Anfangsphase der zweiten Halbzeit für seine Mannschaft. Denn: Einer gelb-roten Karte gegen Gramann (nach einem Foul an Herdlinger) in der 48. Minute, folgte wenige Minuten später der 1-2 Anschlusstreffer für die Gäste aus Würmla. Admira-Goalie Kral konnte nach einem Freistoss des fast bei der Mittellinie stehenden Trkulja nicht richtig halten und Liptaj nützt diese Möglichkeit zum 2-1 für seine Mannschaft aus (52.).

Die Reaktion der Gastgeber auf den Gegentreffer liess nicht lange auf sich warten: Pavlek kommt in der 58. Minute knapp ausserhalb des Sechszehners stehend zum Schuss, doch der Ball springt letztendlich in die Hände von Würmla-Tormann Wieninger (58.). Doch allgemein galt: Dem SV Würmla schien der Anschlusstreffer neue Flügel verliehen zu haben – die Tullnerfelder konnten etliche tolle Chancen herausspielen und zeigten mehrere wirklich sehenswerte Aktionen. Den Anfang machte in der 61. Minute der zehn Minuten zuvor eingewechselte Karner – er lief alleine auf das Tor zu, schloss ab,  doch er fand im überragenden gegnerischen Tormann Kral seinen Meister. Eine Minute später, eine weitere (zumindest anfangs) schöne Aktion der Gäste: Trkulja spielt Wieland an und man wird im gegnerischen Strafraum gefährlich, doch Admira-Verteidiger Varga bleibt nach einer unklaren Situation am Boden liegen (62.).

Nach weiteren zwei Minuten kamen die Amateure nach einem Freistoss von Wunderbaldinger zu einer guten Möglichkeit, doch Kogler lief im Strafraum am Ball vorbei und Leuchtmann köpfelte den Ball am Tor vorbei (64.). In Minute 69 spielte sich Vishaj wieder einmal in den Vordergrund – er lief alleine auf das Tor zu, doch Schiedsrichter Horst Kaiser entschied auf Abseits (69.). Gleich im Gegenzug sorgte eine tolle Aktion der Gäste für Herzklopfen im Admira-Strafraum: Tormann Kral kann den Abschluss eines Würmla-Spielers abwehren, geht aber scheinbar nicht genug zurück, Trkulja kommt zum Ball und schliesst ab – es sieht nach einem Tor aus, doch es ist nur ein Schein (69.). In Minute 72 hatten dann wiederum die Hausherren Pech, als der Ball bei einem Freistoss von Wunderbaldinger nur knapp über die Latte flog (72.).

Zwei Minuten später zeigten sich wieder einmal die Gäste gefährlich: Der knapp vor dem Tor stehende Karner – mit ihm war definitiv ein frischer Wind ins Spiel des SV Würmla gekommen – kommt nach einem Freistoss zum Ball und schiesst, doch Admira-Keeper Kral hält (74.). In Minute 80 sorgte Wieland für Furore – er kam von der rechten Seite aus bis knapp vor das Tor, doch er fand in Kral seinen Meister. Fünf Minuten später hätten die Amateure die Gelegenheit auf eine gute Chance gehabt, und zwar wenn Vishaj den Ball nach einem Wunderbaldinger-Zuspiel besser erwischt hätte bzw. Leuchtmann zum Ball gekommen wäre (85.). Fast im Gegenzug kam es zu einer eher gefährlichen Situation im Admira-Strafraum, doch Schöny konnte letztendlich klären (87.).

Schiedsrichter Horst Kaiser beschloss, dass eine dreiminütige Nachspielzeit angemessen war – und es sollten noch mal drei heisse Minuten werden. In Minute 91 sprach der Referee den Gästen nach einem Foul am Strafraumrand einen Freistoss zu – Würmlas Trkulja schoss und der Ball verfehlte das Tor nur knapp. Eine Minute später liessen sich die Amateure noch ein letztes Mal im gegnerischen Strafraum blicken: Schachner passte auf den eingewechselten Marinkovic, doch dieser kam nicht richtig zum Ball (92.).

Stimmen zum Spiel:

Robert Hoffmann (Nordea Admira Amateure): Wir haben in der ersten Spielhälfte klar dominiert. Nach der gelb-roten Karte gegen Daniel Gramann lief es allerdings nicht mehr so gut. In der Pause habe ich den Spielern noch gesagt, dass wir weiterspielen müssen. Das Match erinnerte mich ein wenig an das Spiel der Kampfmannschaft gegen die Austria, als das Spiel noch zu Gunsten der Admira gekippt ist. Der Sieg gegen den SV Würmla war sehr wichtig für uns, wir sind mit unserer kämpferischen Tugend zum Erfolg gekommen. Auch wenn am Schluss auch die nötige Portion Glück auf unserer Seite war. Kämpferisch war es eine ganz tolle Leistung meiner Mannschaft!

Man of the Match:

Gustav Kral – der Admira-Goalie und Kapitän war vor allem (aber nicht nur) in der zweiten Halbzeit Dank einer souveränen Leistung DER Vater des Sieges seiner Mannschaft.

© MilANo

Die technischen Daten:

Nordea Admira Amateure: Kral - Kogler, Gramann, Varga, Mohl - Leuchtmann, Schöny, Szabo, Wunderbaldinger - Pavlek (64. Schachner), Vishaj (87. Marinkovic)

SV Würmla: Wieninger - Hofecker, Stanic (45. Humpelstetter), Liptaj, Benkö (51. Karner) - Pötscher, Herdlinger, Hirzi - Schallhaas, Wieland, Trkulja

Torfolge: 1-0 Liptaj (9.; Eigentor), 2-0 Vishaj (13.), 2-1 Liptaj (52.)

Gelb-rote Karte: Gramann (48.)

Gelbe Karten: Gramann (24.), Wunderbaldinger (54.), Schöny (57.), Mohl (90.) bzw. Hirzi (69.)

SR Kaiser, 320 Zuschauer

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