|
Admiras Amateure weiterhin ungeschlagen
In einem flotten Spiel lieferten sich beide Mannschaften einen offenen
Schlagabtausch. Nach Kapitalfehler von Admira-Schlussmann Knaller lag Donau lange Zeit durch einen Treffer von Katic mit 1:0 in Front, ehe Bozkurt im Finish ausgleichen
konnte. Danach kämpften beide Mannschaften bis zum Schluss um drei
Punkte, doch der Siegestreffer wollte keinem der beiden mehr gelingen.
Die Admira Amateure hatten den besseren Start in dieses Spiel, begannen frech und fanden schon früh zwei gute Möglichkeiten
vor. Nach Freistoß von Dunst setzte Messinger den anschließenden Kopfball nur knapp über das Gehäuse (5.), Vishaj scheiterte kurz darauf nach Stanglpass von Schachner ebenfalls knapp (13.). Nach einer fulminanten Startphase war man bei den Mödlingern allerdings vorerst mit dem Latein am
Ende.
Die Viererkette von Donau war nun formiert und ließ bis bis zur Pause keinen weiteren gefährlichen Angriff mehr
zu. Im Gegenteil: Die Kaisermühlner wirkten frecher, spritziger und ideenreicher und kamen so zu einigen sehr guten
Torchancen. So kam Admira-Schlussmann Knaller nach schönem Lochpass von Heffermejer gerade noch um einen Tick früher an den Ball als der heranbrausende Flandorfer (13.), Mitrovic setzte aus guter Schussposition den Ball klar über das Tor (20.). In der 28. Minute konnte Donau dann das erste Mal nur jubeln - allerdings nur für wenige
Sekunden. Fading spielte Mitrovic den Ball ideal in den Lauf, der zog sofort ab und traf
genau. Ein ziemlich umstrittener Abseitspfiff unterband den Torjubel und hatte doch einige Proteste zu
Folge.
Donau war nun richtig in Fahrt, Admira konnte nur noch reagieren und
hoffen, dass sich die Angriffsbemühungen der Gäste nicht bald in einem Gegentreffer wiederspiegeln würden. Nach exakt einer halben Stunde startete Fading zu einem schönen Solo, spielte den Ball halbrechts auf Bojo und dessen Schuss landete nur im Außennetz. Dann aber die 33. Minute: Fading zirkelte aus dem Mittelfeld einen Freistoß zur
Mitte. Kein Donauspieler ging auf den Kopfball, schien die Flanke doch sichere Beute für Torhüter
Knaller. Plötzlich aber ließ der Admiraner den Ball fallen, es entwickelte sich ein wildes Gestocher und schließlich bugsierte Alexander Katic den Ball zur längst fälligen Führung für Donau über die Linie - 0:1.
Bis zur Pause tat sich dann nichts mehr und lange Zeit wartete man auch in Hälfte zwei auf weitere
Torchancen. Eine hatte Bojo nach neuerlichem schweren Schnitzer von
Knaller. Diesmal hatte der Torhüter aber Glück, dass einer seiner Vordermänner rettend eingreifen konnte (65.). Auf der Gegenseite testete Androsic Donau-Keeper Brandner mit einem gefährlichen Freistoß, der beinahe den Weg ins Tor gefunden hätte (68.).
Der bis dahin unauffällige Schiedsrichter Leitner geriet in Folge bei zwei strittigen Situationen in den
Mittelpunkt. Nach Flanke von Panny übernahm Katic den Ball im eigenen Strafraum klar und eindeutig mit der Hand (63.), doch der fällige Elfmeterpfiff blieb ebenso aus wie zehn Minuten später als Stosic Bozkurt am Fünfer zu Boden
riss. Es hatte nicht den Anschein als würde Admira in diesem Spiel noch ein Mittel finden um den Ausgleich zu
erzielen, doch in der 77. Minute war es dann soweit: Der eingewechselte Faraji zirkelte einen Eckball zur Mitte und der gänzlich unbewachte Bozkurt netzte zum umjubelten Ausgleich ein - 1:1.
Nun waren die Hausherren erwacht und es folgte ein rasantes Finish mit Chancen auf beiden
Seiten. Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich verschätzte sich Brandner bei einer Flanke und Bozkurt köpfelte auf das leere
Tor. Glück für den Donau-Torhüter, dass Katic schnell genug reagierte und den Ball noch vor der Linie
wegschlug. Auf der Gegenseite scheiterte Jankovic mit einem schönen Flachschuss an Knaller (81.). Dann bog man auch schon in die Nachspielzeit ein und da hatten die Admira-Fans schon den Torschrei auf den
Lippen. Wieder zirkelte Faraji - der mit seiner Einwechslung viel frischen Wind ins Spiel brachte - einen Eckball zur Mitte und beim anschließenden Kopfball schien der Ball bereits im
Tor. Dem war aber nicht so, ein Donauspieler konnte gerade noch auf der Linie retten und der Nachschuss wurde ebenfalls ziemlich leichtfertig nicht im Tor untergebracht (91.). Das war sozusagen eine 1000%-ige Chance auf den
Sieg. Da man diese ebenso nicht verwertete wie die letzte Chance im Spiel
(Brandner lenkte einen Kopfball von Vishaj über die Latte), blieb es am Ende beim alles in allem gerechten 1:1-Remis.
Fazit: Donau kontrollierte nach etwas verschlafenen zehn Anfangsminuten das Spiel und hätte es schon in der ersten Halbzeit für sich entscheiden können. Pech hatte man mit einer umstrittenen Abseitsentscheidung beim Tor von
Mitrovic, Glück dafür bei zwei glasklaren Elfmetern, welche nicht geahndet
wurden. So kam Admira wieder zurück ins Spiel und zeigte nach dem Ausgleich was in ihr
steckt. Am Ende können wohl beide Mannschaften mit diesem Remis zufrieden
sein. Die Admira Amateure sind weiterhin ungeschlagen, Donau errang den ersten Auswärtspunkt in der
Ostliga.
Man of the Match:
Alexander Katic - Ruhepol in Donaus Viererkette mit Torriecher
Die
technischen Daten:
Nordea
Admira Amateure: M. Knaller - Panny, Androsic, Fürthaler, Szabo -
Dunst (74. Leuchtmann), Schachner, Messinger (52. Faraji), Delic (63.
Ca. Acikgöz) - Bozkurt, Vishaj
SV
Donau: Brandner (69. Yildirim) - Haas, Cvetkovic, Stosic, Katic -
Bojo, Heffermejer, Radanovic, Mitrovic (64. Jankovic) - Fading,
Flandorfer (86. Kapeller)
Torfolge:
0-1 Katic (33.), 1-1 Bozkurt (77.)
Gelbe
Karten: Schachner, Faraji bzw. Mitrovic, Haas
SR
Leitner, 250 Zuschauer
Linktipp:
ostliga.at
©
Schladi |