SV ROHRBACH - HEROLD ADMIRA AMATEURE 2-0

Der völlig überforderte Schiedsrichter sorgt für Kopfschütteln bei den Gästen

Skandalspiel in Rohrbach

Eigentlich hätte ja aus dem Duell  zwischen den Tabellennachbarn SV Rohrbach und HEROLD Admira Amateure ein recht ausgeglichenes und sehenswertes Spiel sowie - warum nicht - auch eher torreiches Spiel werden sollen. Doch es kam anders: Einer beachtlichen ersten Halbzeit folgte eine mehr gekämpfte als gespielte zweite Spielhälfte - und die Rohrbacher gingen Dank den Toren von Clemens Ivanschitz und Roman Trinko letztendlich als eher glückliche Sieger vom Platz. Der vor allem in der zweiten Halbzeit völlig überforderte Wiener Schiedsrichter Martin Cipps schloss in der zweiten Halbzeit die Admiraner Mathias Brandmayer und Ercan Kayhan aus und verbannte ihren Trainer Dominik Thalhammer von der Betreuerbank.

Das Spiel war gerade Mal drei Minuten alt, als die Hausherren per Standardsituation zu ihrer ersten Möglichkeit kamen und diese auch zur 1-0 Führung nützten: Trinko möchte einen Freistoss von Illetich im Fünfer per Kopfball ins Tor weiterleiten, Feuerfeil kann den Schuss abwehren, doch Ivanschitz kommt zum Ball und lässt ihn letztendlich am Admira-Tormann vorbeirollen (3.).

Die Gäste aus Niederösterreich reagierten auf den frühen Gegentreffer vorbildhaft und fanden so zumindest in den folgenden zehn Minuten etliche Chancen vor. Den Anfang machte in der achten Minute Messinger, der allerdings nach einem Brandmayer-Freistoss den Ball über das Tor köpfelte (8.); zwei Minuten später war es dann Banovits, der nach einem weiten Pass von Brandmayer weit über das Tor verschoss (10.).

Es dauerte weitere drei Minuten bis die Admira-Youngsters mit Brandmayer zu ihrer nächsten Möglichkeit kamen, doch Rohrbach-Tormann Gerdenitsch konnte die Lage noch rechtzeitig retten (13.). Einen Augeblick später fanden dann die Mödlinger ihre vorläufig letzte Chance vor: Delic verfehlt den Ball, Kayhan kommt so zum Schuss, doch Rohrbachs Goalie Gerdenitsch zeichnet sich mit einem tollen Reflex aus (14.).

In der folgenden guten Viertelstunden blieben die Admira-Fohlen zwar die spielbestimmende Mannschaft, konnten sich aber nicht gegen die sicher stehenden Rohrbach-Abwehr durchsetzen und mussten zum Teil viel eher verhindern, dass aus den schnellen Kontern der Hausherren keine Torchancen entstehen konnten. 

Es dauerte auf jeden Fall bis zur 31. Minute, bis die nächste wirklich nennenswerte Möglichkeit zustande kam - doch der Schuss des Rohrbacher Stürmers Ivanschitz kullerte nach einer Unsicherheit in der gegnerischen Abwehr nur knapp am Tor vorbei (31.); in der vorletzten Minute der regulären Spielzeit verfehlte ein Freistoss von Trinko das Tor nur knapp (44.).

Nach der Pause sahen die 550 Zuschauer - unter ihnen auch Bernd Krauss, der als möglicher Nachfolger von Teamchef Rashid Rachimov bei HEROLD Admira im Gespräch ist - eine offene Partie, in der die Gäste auf jeden Fall mehr vom Spiel hatten und nur vor dem gegnerischen Tor harmlos wirkten. 

In der Zwischenzeit wurde aber nebenbei auch immer mehr klar, dass Schiedsrichter Cipps und seine Assistenten immer mehr vom Spielverlauf völlig überfordert waren. Auffällig war beispielsweise auch, dass der Referee die Fouls der Gäste wesentlich strenger als jene der Gastgeber bestrafte. 

Das erste Opfer dieser "Pfeifpolitik" des Schiedsrichters wurde Brandmayer, der nach einem vermeintlichen Foul auf Anhieb die rote Karte sah und somit vorzeitig unter die Dusche musste (51.). Brandmayer verstand nach seinem Ausschluss die (Fussball)welt nicht mehr - ähnlich erging es auch seinem Trainer Thalhammer, unteranderem auch, weil dem einem oder anderen bereits verwarnten Rohrbach-Spieler (allen voran Moder) die zweite gelbe Karte und der darauffolgende Ausschluss  mehrmals erspart blieb.

Wie auch immer - zwischendurch wurde auch weiter Fussball gespielt und so kam es, dass die Hausherren nach einem Eckball zur ersten guten Möglichkeit in der zweiten Halbzeit kamen - der Kopfball von Ivanschitz verfehlte allerdings nur knapp (67.). Vier Minuten später was dann wieder Ivanschitz, der für Unruhe in der Admira-Abwehr sorgte - Mohl konnte allerdings den Schuss des Rohrbach-Goalgetters gerade noch auf der Linie abwehren (71.).

Es dauerte weitere sechs Minuten bis sich der unermüdliche Einsatz der Gastgeber in dieser Phase bezahlt machte: Moder passt auf Trinko, dieser lässt Admira-Tormann Feuerfeil keine Chance und netzt zum 2-0 für seine Mannschaft ein (77.). Der zweite Treffer der Rohrbacher verursachte gleichzeitig den nächsten Wutausbruch von Gäste-Trainer Thalhammer, der daraufhin von Schiedsrichter Cipps von der Betreuerbank verbannt wurde (78.).

Zwei Minuten später kamen dann die Admira-Youngsters zu ihrer ersten guten Chance seit langem, doch Tormann Gerdenitsch konnte den Freistoss von Delic gerade noch abwehren (80.). Es dauerte daraufhin nicht einmal 60 Sekunden, bis die Admira-Fohlen auch noch einen zweiten Spieler per direkter roter Karte verloren - diesmal war es Kayhan, der nach einem eher ungeschickten Foul an Proyer vorzeitig in die Kabine musste (81.).

Für den letzten Höhepunkt im gestrigen Spiel sorgte in der letzten Spielminute Hareter, dessen Schuss weit über das Tor flog (90.).

Man of the Match:

Michael Gerdenitsch - der Rohrbach-Goalie zeichnete sich mit einigen tollen Paraden aus.

Die Aufstellungen

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