SKN ST. PÖLTEN - HEROLD ADMIRA AMATEURE 0-2

Fast 1000 Zuschauer sehen technisch hochstehende Ostliga-Partie!

Eigenfehler des SKN bringt Admira den Sieg!

Ein letztlich verdienter Sieg der Admira-Youngsters, die einen schweren Fehler in der SKN-Hintermannschaft zur 1-0 Führung ausnutzten. Als dann der SKN auch noch einen Elfmeter vergab, die Admira ihren Elfmeter dann verwandelte, war das Spiel entschieden.

Personal: Beim SKN kam Prekop für Malek in die Mannschaft, bei der Admira waren Feuerfeil, Osoinik und Thonhofer nicht dabei. Für sie rückten Kral, Jahn und Kayhan in das Team.

Spielverlauf: Die ersten Minuten der Begegnung wurden dem gegenseitigen Abtasten geopfert. Aber auch danach gab es leider kaum sehenswerte Strafraumszenen. Beide Mannschaft standen dazu in der Defensive zu gut organisiert und zu diszipliniert. Beachtlich war bei beiden Mannschaften das technische sehr hohe Niveau. Der SKN versuchte das Spiel mit langen Bällen schnell zu machen, doch die Präzision bei diesen Bällen ließ zu wünschen übrig.
Die ersten Gelegenheiten hatte dann auch der SKN: Zunächst Knaller mit einem Kopfball in der 12. Minute und dann in der 23. Minute als nach einem Freistoss von der linken Seite der aufgerückte Andi Gradinger zum Kopfball kommt. Dieser wurde jedoch auf der Linie weggeschlagen. Nur wenige Minuten später war es erneut der Abwehrspieler, der mit einem Schuss von der Strafraumgrenze dieses Mal den Kral zur Parade zwang. Aus dem Spiel heraus war ein Durchdringen durch die Abwehrreihen scheinbar unmöglich. Deshalb blieben, wie bereits erwähnt, Strafraumszenen eher Mangelware. Die Admira kam auch nur zu zwei Distanzschüssen, die aber über das Tor gingen. Dennoch war das Spiel nicht enttäuschend.

In der zweiten Halbzeit war der SKN bemüht, das Heft weiter in die Hand zu nehmen, und das Spiel zu kontrollieren. Das gelang zwar, doch die großen Chancen blieben weiter aus. Ein Kopfball von Feurer war die einzige Ausbeute (51.). Die Admira Amateure spielten trotz ihrer Jugend erstaunlich routiniert, sie scheine auf ihre Chance zu warten. Und die kam, wenn auch unerwartet in der 59. Minute. Nach einem weiten Pass schienen Feurer und Vollnhofer den ball sicher zu haben, doch Vollnhofer, der zu weit geratenen Pass entgegensprinten möchte, rutscht dabei jedoch aus. Der mitgelaufene Feurer befürchtet anscheinend, dass Vollnhofer den Ball nicht mehr erreicht und greift doch noch ein, spitzelt dabei jedoch den Ball an Vollnhofer vorbei und der lauernde Dorner sprintet jedoch dazwischen und hat keine Mühe den Ball ins Tor zu schießen. In der Folge drückte der SKN mit frischen Kräften auf den Ausgleich, Christoph Knaller rackerte viel am gegnerischen Strafraum, kam jedoch nie in aussichtsreiche Position.
In der 71. Minute hätte Mogyoro sogar auf 0-2 stellen können, er köpfte aber über das Tor. In der 74. Minute konnte Kral einen Freistoss von Feurer parieren. 6 Minuten später gab es wieder das Duell Feurer gegen Kral: dieses Mal aber vom Elfmeterpunkt. Knaller war im Strafraum niedergerissen worden. Kral blieb wieder Sieger und Feurer wurde damit endgültig zum Unglücksraben des Abends.
Der starke Admira-Abwehrchef Schöny machte es besser und verwandelte in der 88. Minute einen etwas fragwürdigen Elfer auf der Gegenseite. Mit dem 0:2 war die Partie entschieden, und die Heimpremiere des SKN in der neuen Saison verpatzt.

Fazit: Eine kompakte, und trotz der Jugend taktisch extrem starke Admira-Elf entführte nicht unverdient drei Punkte aus der Landeshauptstadt. Der SKN konnte sein Flügelspiel nicht wie gewohnt aufziehen und auch durch die Mitte war man zu einfallslos. Die Admira erspielte sich zwar ebenfalls kaum eine Torchance, nutzte jedoch den schweren Fehler zur 1-0-Führung und bog so auf die Siegesstrasse ein.

Trainerstimmen:

Frenk Schinkels (SKN St. Pölten): Wir hatten zwar 75 Prozent Spielanteile, konnte daraus aber zu wenig Kapital schlagen. Im Grunde haben wir uns selber geschlagen. Dabei meine ich weniger den Elfmeter, sondern den Fehler zum 0-1. Ich habe in der Halbzeit noch die Mannschaft eingeschworen, dass wir zumindest zu Null spielen müssen und dann passiert so ein Fehler. Das ärgert mich maßlos.

Dominik Thalhammer (HEROLD Admira Amateure): Trotz der Jugend meiner Spieler haben wir eine taktisch sehr reife Leistung geboten. Wir haben nicht viele Chancen zugelassen und gleichzeitig unsere ausgenutzt.

Man of the Match:

Mario Schöny - In einem starken Youngster-Kollektiv zeigte der 21-jährige als Abwehrchef und Führungsspieler eine besonders starke Leistung.

Die Aufstellungen

© Harry, ostliga.at